Nathan der Weise – mein Lieblingsstück

Gotthold Ephraim Lessing schrieb mit diesem Drama sein letztes Werk. Kurz nachdem ich es las, sah ich eine hervorragende Aufführung des Schauspiels im Theater. Lessing formulierte in Nathan der Weise seine Gedanken zur Aufklärung.

Die Ringparabel des dritten Aufzugs ist ein Stück Literatur, das ich heiß und innig liebe. Die Klarheit, mit der die Feststellung getroffen wird, dass der Umfang unserer Liebe zu anderen dazu beiträgt, wie Gott uns einschätzt, ist kaum zu überbieten.

Nathan der Weise, mein Lieblingsstück
Eine der besten Anbhandlungen über das Thema Toleranz, die es gibt.

Die Konzentration auf das Wesentliche, sowohl in der Handlung, als auch in der Sprache gefällt mir.

Lessing schafft es, in seinen Bildern die Einfachheit des bürgerlichen Ausdrucks und die Opulenz der orientalischen Lebensart zugleich auszudrücken und miteinander zu verbinden. Die Charaktere mögen nach heutigem Maßstab stereotyp angelegt sein, doch ist dies durchaus dramaturgisch gerechtfertigt.

Das Theaterstück, mehr noch aber das Buch, regen zum Nachdenken an.

Judentum, Christentum und Islam werden daraufhin unter die Lupe genommen, inwiefern ihre Anhänger*innen die gemeinsame Quintessenz ihrer jeweiligen Religionen verinnerlicht haben – Toleranz und Nächstenliebe.

Dabei spielt Lessing durchaus auch mit Klischees. Manche bedient er, um den Erwartungen des Publikums gerecht zu werden.

Auf diese Weise erhöht er die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zuschauer*innen und Leser*innen auch mit seinen (in der damaligen Zeit) neuen Ansätzen und Interpretationen beschäftigen. Da sie sich vorab wiedererkannt haben, können sie sich nun für Neues öffnen.

Nathan der Weise wird von mir immer wieder gerne gelesen. Wer der Meinung ist, dass die eigene Religion keine anderen Glaubensrichtungen neben sich dulden darf, dem sei dieses Stück ans Herz gelegt.

Wenn Du jetzt auf den Menschen Lessing neugierig geworden bist, dann habe ich da etwas für Dich. Frau Britta Probol vom NDR hat da eine gute Zusammenfassung zu Gotthold Ephraim Lessing geschrieben.

Carmen Splitt alias CSKreuzspinnerin

Ich bin Social Media-Expertin für Pastor*innen und Selbständige, die ihr Online-Dasein aktiv selbst gestalten wollen. Gerne berate und begleite ich auch Dich dabei, mit Deinen Werten mehr Menschen zu erreichen, selbstsicherer im Umgang mit der Technik und dem Marketing zu werden und Dich wohler zu fühlen, wenn Du auf Facebook und Co. unterwegs bist. Warum? Weil ich als Social Media-Coach, Bloggerin und Kreuzspinnerin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs bin und Du gerne an meinen Erfahrungen teilhaben darfst. Ich bin im Netz sowohl mit meinem Klarnamen präsent als auch unter #CSKreuzspinnerin und @CSKreuzspinnerin bekannt und betreibe in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mehrere Websites und Blogs, inklusive entsprechender Profile in den sozialen Medien. Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner eigenen Selbständigkeit (seit 2013) ausdrückt. Ich bin überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil. (Den Begriff Querdenkerin lasse ich mir von Nationalsozialist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen weder vereinnahmen noch vermiesen! Dennoch ist dieser ursprünglich tolle Begriff von den diversen Spinner*innen derart missbraucht worden, dass ich ihn bis auf Weiteres nicht mehr nutzen werde. Es ist eine Frechheit, dass diese Einbahndenker*innen meinen, sie würden "querdenken". Denn querdenken heißt einen Sachverhalt von verschiedenen Blickpunkten zu betrachten und bereit zu sein, stets die eigenen Standpunkte zu hinterfragen. Und es geht darum Lösungen für Probleme zu finden. Nicht darum, durch wahnhaftes Verhalten Probleme zu verursachen. Dieses rechtslastige Gesöcks geht mir auf den Geist. )

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