Peter Lustig – Flieg weit und frei, große Pusteblume!

Peter Lustig ist tot. Natürlich rechnet man damit, dass die Helden der Kindheit nach und nach vorausgehen auf die andere Seite des Spiegels. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Und doch erschüttert es mich jedes Mal aufs Neue. Es liegt gar nicht so sehr daran, dass mir auf diese Weise mein fortschreitendes Alter bewusst gemacht wird. Nein, es ist in anderer Form einschneidend.

Tüfteln, Forschen, Entdecken – das war die Welt von Peter Lustig. Über 25 Jahre war er eine Institution im deutschen Kinderfernsehen und das Gesicht der ZDF-Kultsendung „Löwenzahn“, die ich noch unter dem Titel „Pusteblume“ (1979-1980) zu lieben lernte. Seine Experimente und die Schritt für Schritt Erklärungen, wie er zu seinen Schlussfolgerungen kam – all das hat erheblich dazu beigetragen, dass mich wissenschaftliche Themen schon immer fesselten.

In Memoriam Peter Lustig
Er brachte die Wissenschaft ins Kinderzimmer.

Er hat mit uns Kindern „auf Augenhöhe“ gesprochen. Nicht als Besserwisser stand er vor uns, sondern als „Mitentdecker“, als „Mitreisender“ auf dem Weg zu neuen Abenteuern.

So manches von dem, was er zeigte, habe ich selbst ausprobiert. Zu Anfang zweifelnd, ob es sich nicht doch nur um Fernsehtricks handeln würde. Dann mit zunehmender Begeisterung und Spannung, was er zeigt und erklärt.

Und die Geschichten, die er zu erzählen hatte waren spannend. Ich habe Löwenzahn gerne gesehen. Eine Sendung, die mir als Kind und auch für mein späteres Erwachsenenleben viel gebracht hat.

Nun ist eine weitere Ära beendet. Es gibt schon so viele Dinge, die mir viel bedeuten und anderen nicht das geringste. Das gilt für Gleichaltrige, aber erst recht für Jüngere. Für sie wird auch Peter Lustig nur „so einer aus dem Fernsehen, den Kinder früher toll fanden“ sein. So geht es jeder Generation. Ob die nachfolgenden Kinderscharen sich wohl mal dafür interessieren werden, wer er war und was er unserer Generation bedeutet hat? Und welchen Meilenstein er letztendlich auch für sie selbst legte? Wenn überhaupt, dann wohl erst, wenn auch sie die ersten Kindheitshelden an den Tod verlieren. Es ist der Laufe der Dinge.

Das ZDF würdigt Peter Lustig am Sonntagmorgen, 28. Februar 2016, in seiner Kinderprogrammstrecke sowie mit einer Löwenzahn-Nacht von Samstag, 27. Februar, auf Sonntag, 28. Februar 2016. Ich weiß, dass ich diese Nacht vor dem Fernseher verbringen werde.

Um auf meine Weise von ihm Abschied zu nehmen. Mit Chips, Salzstangen, Erdnüssen, reichlich schwarzem Tee versorgt und bewaffnet mit Notizblock und Papier. Denn wer weiß, ob ich nicht wieder etwas dazulernen kann. Sein „Pusteblumensamen“ fliegt weiter…

Mit Löwenzahn brachte er die Wissenschaft ins Kinderzimmer

Carmen Splitt alias CSKreuzspinnerin

Ich bin Social Media-Expertin für Pastor*innen und Selbständige, die ihr Online-Dasein aktiv selbst gestalten wollen. Gerne berate und begleite ich auch Dich dabei, mit Deinen Werten mehr Menschen zu erreichen, selbstsicherer im Umgang mit der Technik und dem Marketing zu werden und Dich wohler zu fühlen, wenn Du auf Facebook und Co. unterwegs bist. Warum? Weil ich als Social Media-Coach, Bloggerin und Kreuzspinnerin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs bin und Du gerne an meinen Erfahrungen teilhaben darfst. Ich bin im Netz sowohl mit meinem Klarnamen präsent als auch unter #CSKreuzspinnerin und @CSKreuzspinnerin bekannt und betreibe in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mehrere Websites und Blogs, inklusive entsprechender Profile in den sozialen Medien. Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner eigenen Selbständigkeit (seit 2013) ausdrückt. Ich bin überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil. (Den Begriff Querdenkerin lasse ich mir von Nationalsozialist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen weder vereinnahmen noch vermiesen! Dennoch ist dieser ursprünglich tolle Begriff von den diversen Spinner*innen derart missbraucht worden, dass ich ihn bis auf Weiteres nicht mehr nutzen werde. Es ist eine Frechheit, dass diese Einbahndenker*innen meinen, sie würden "querdenken". Denn querdenken heißt einen Sachverhalt von verschiedenen Blickpunkten zu betrachten und bereit zu sein, stets die eigenen Standpunkte zu hinterfragen. Und es geht darum Lösungen für Probleme zu finden. Nicht darum, durch wahnhaftes Verhalten Probleme zu verursachen. Dieses rechtslastige Gesöcks geht mir auf den Geist. )

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